„Vorwärts in die Vergangenheit“

Die Orgel der St. Vitus Kirche kann auf eine wechselhafte Geschichte zurückblicken. Das Gehäuse geht vermutlich auf den Orgelbauer Zuberbier zurück, dessen spätbarockes Instrument durch eine hochromantische Orgel von Furtwängler & Hammer im Jahre 1912 ersetzt wurde. Auch dieses Instrument fiel dem Zeitgeschmack zum Opfer und wurde 1972 durch ein sehr viel kleineres Instrument unserer Werkstatt ersetzt.

Bei der nun notwendigen Renovierung wurde auf Basis des neobarocken Instrumentes das klangliche Spektrum erweitert und der sehr engbrüstige kopflastige Klang überarbeitet, sodass nun Gehäuse  (welches alle Umbauten glücklicherweise überlebt hat) und Klang eine Einheit bilden.

Disposition

Hauptwerk

Prinzipal 8‘      C-H aus Octavbaß 8‘  (neu 2021)
Rohrflöte 8‘
Octave 4‘
Spitzflöte 4‘
Octave 2‘
Mixtur
Krummhorn 8‘ (neue weite Becher, Wechselschleife mit Nebenwerk)

Nebenwerk

Bordun  8‘
Hohlflöte 4‘
Quinte 3‘  (gemeinsamer Zug mit Terz, Vorabzug)
Waldflöte 2‘
Terz 1 3/5‘
Larigot 1 1/3‘
Krummhorn 8‘ (Wechselschleife mit HW)

Pedal

Subbaß 16‘
Octavbaß 8‘   (neu 2021)
Trompete 8‘ (neue weite Becher)

NK, freie Windanlage, Tremulant auf das ganze Manualwerk, Zimbelstern