Die 1959 von Emil Hammer Orgelbau errichtete Orgel wurde von uns 2013 gründlich überholt, von Schimmelbefall befreit, gereinigt und klanglich überarbeitet. Die für die Klangabstrahlung in den Kirchenraum und die Größe des Instrumentes etwas schwache Windversorgung des Pfeifenwerkes wurde von uns durch folgende Maßnahmen verbessert:

Die Windversorgung des Hauptwerkes konnte stabilisiert werden, das nun, wie auch die weiteren Werke von einer maßvollen Erhöhung des Winddruckes profitiert.

Das Brustwerk wurde zum einen von den Seitenwänden befreit und eine weitere Behinderung der Klangentfaltung zum anderen durch den Austausch der massiven Türfüllungen durch eine schmuckvolle Textilbespannung beseitigt. Insgesamt konnte so eine dem Kirchenraum angemessenere Klangabstrahlung gewährleistet werden.
Durch die Neupositionierung der bisher an die Rückwand abgeführten tiefen Holzpfeifen des Subbaß 16‘ wurde eine bessere Klangabstrahlung und Verbesserung der Windzuleitungen zu diesen Pfeifen erreicht.
Um der Orgel mehr Tragfähigkeit zu geben, wurde die vorhandene Quintadena 16′ in einen Bordun 16′ umintoniert und die Register Flachflöte 2′ und Prinzipal 2′ (respektive Oktave 2′) zwischen HW und BW getauscht, um so innerhalb der Werke eine stimmigere, harmonischere Klanglandschaft zu erzielen. Das klanglich unangemessene Fagott 16′ wurde durch eine prächtige Posaune 16′ ersetzt. Die abschließende Neuintonation erfolgte auf Basis einer leicht ungleichschwebenden Temperierung, sodass das Instrument jetzt wieder technisch und klanglich in einem sehr guten Zustand ist.

Disposition

Hauptwerk

Bordun 16′
Prinzipal 8′
Rohrflöte 8′
Oktave 4′
Waldflöte 4′
Quinte 2 2/3′
Oktave 2′
Mixtur 4-5f
Trompete 8′

Brustwerk

Gedackt 8′
Blockflöte 4′
Flachlöte 2′
Quinte 1 1/3′
Sesquialtera 2f
Scharf 2-3f
Regal 8′

Pedalwerk

Subbaß 16′
Oktave 8′
Oktave 4′
Kornett 3f
Mixtur 3f
Posaune 16′