Suhlendorf


Suhlendorf

Disposition:
Hauptwerk:
Quintadena 16'
(Pommer)
Prinzipal 8'
Spitzgedackt 8'
Oktave 4'
Holzflöte 4'
Quinte 2 2/3
Oktave 2'
Mixtur 4-5f
Trompete 8'
Brustwerk:
Gedackt 8'
Gedacktflöte 4'
Waldflöte 2'
Oktave 1'
Sesquialtera 2f
Krummhorn 8'
Pedalwerk:
Subbaß 16'
Prinzipal 8'
Gedackt 8'
Oktave 4'
Nachthorn 2'
Mixtur 3f
Posaune 16'
Trompete 8'
Die ev.-Iuth. Kirchengemeinde Suhlendorf besitzt in ihrer Kirche ein im Jahre 1959 von der Firma Emil Hammer erbautes Instrument mit 24 Registern auf 2 Manualen und Pedal.
Die so genannte Liste, d.h. die Aufstellung und Übersicht der einzelnen Klangfarben, orientiert sich an barocken Vorbildern, so wie es zur Zeit der Erbauung dieser Orgel ausdrücklich gewünscht wurde.

Nach 25 bis 30 Jahren ist es allgemein üblich eine Orgel gründlich zu reinigen und dabei auch technische Verschleißerscheinungen zu beheben. - In Suhlendorf dauerte es jedoch 37 Jahre, bis die mittlerweile völlig verschmutzte und kaum noch stimmbare Orgel grundlegend überholt und gereinigt wurde.

Die Arbeiten führten wir im Oktober und November 2006 aus.

Die zuvor sehr obertönige, spitze Klanggebung des Instrumentes musste durch sorgfaltige Nach- bzw. Neuintonation der vorhandenen Pfeifen so geändert werden, dass der Gesamtklang runder, tragfähiger und "wärmer" wurde. Dazu ist auch der Winddruck erhöht worden und man veränderte an den Pfeifen gerade die für die Klanggebung wichtigen Punkte Kernspalte, Aufschnitthöhe und Pfeifenfuß zur Regulierung der Windmenge und damit auch der Lautstärke.

Diese intonatorischen Arbeiten betrafen jede Pfeife und waren sehr zeitaufwändig. Das Resultat zeigt, wie mit viel klanglichem Einfühlungsvermögen das alles andere als erstklassige Pfeifenmaterial - z. T. schon aus der Vorgängerorgel von Ernst Röver (1905) übernommen - in ganz neuer Weise "komponiert" wurde und nun an dieser Orgel erheblich verbesserte Möglichkeiten zur stilistisch überzeugenden Darstellung von Orgelmusik verschiedener Epochen bestehen.

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