Sarstedt



Disposition

Hauptwerk

Bordun 16'
Prinzipal 8'
Rohrflöte 8'
Oktave 4'
Spitzflöte 4'
Quinte 2 2/3' (neu)
Oktave 2'
Mixtur
Trompete 8'

Brustwerk

Gedackt 8'
Traversflöte 8'
(ab b°, Baß mit Gedackt) Gedacktflöte 4'
Waldflöte 2'
Sesquialter II
Larigot 1 1/3'
Krummhorn 8'
Pedalwerk

Subbaß 16'
Prinzipal 8'
Gedackt 8'
Oktave 4'
Nachthorn 2'
Hintersatz IV
Posaune 16'
Trompete 8'

In Sarstedt haben wir das Instrument in einigen Bereichen stark verändert, was sich nach unserer heutigen Meinung hoffentlich als "zukunftssicher" erweisen wird. Im Bereich der Technik wurde die Alumechanik belassen, allerdings wurden als potenzielle Schwachstellen alle Nadelspitzenlagerungen durch solide Lösungen ersetzt. Im Bereich der Windanlage haben wir alle Ladenbälge beseitigt. Das Instrument wird nun mit einem großflächigen Keilbalg versorgt, der aus Platzgründen aufrechtstehend an der Orgelrückwand befestigt wurde. Durch kurze Kanalwege werden alle Laden optimal mit einem stabilen Wind versorgt. Als die Orgel im Jahr 1966 erbaut wurde, fand ein Großteil des Pfeifenmaterials der Vorgängerorgel (Furtwängler, 1855) Wiederverwendung. Wie so oft wurde dieses Pfeifenmaterial den neobarocken Klangerwartungen nach stark verändert. Sämtliche Aufschnitte wurden erniedrigt, die Kernspalten stark verengt, sodass ojektiv beurteilt die Intonation zu ihrem Nachteil verändert wurde. Im Zuge der Generalüberholung konnten vor allem die historischen Register nun wieder zum Leben erweckt werden. Im Einhergang damit natürlich auch die 1966 zugefügten Stimmen. Die Zungenstimmen im Pedal und BW wurden umgebaut.

Das HW erhielt eine neue Trompete. Eine neue Traversflöte 8' im BW ermöglicht völlig neue musikalische Möglichkeiten.

Im Zuge der Reorganisation wurde das Gehäuse verändert, was vor allem im Bereich des Pedals neuen Posaunenbechern in nun voller Länge zugute kam.


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