Die historische Entwicklung unserer Orgelbauwerkstatt

Gehen Sie mit uns auf eine Zeitreise in der langen Tradition unserer Orgelbauwerkstatt und klicken Sie direkt auf der Zeitleiste in die Epoche, die Sie besonders interessiert:

1838: Ph. Furtwängler

1937: Emil Hammer Orgelbau


Orgelbauer Emil Hammer 1937 übernahm der Neffe von Adolf Hammer, Emil Hammer, geb. am 22. Februar 1878 in Wesermünde, die Firma seines Onkels als Alleininhaber. Der Firmenname lautete jetzt: Emil Hammer Orgelbau.

Die wenigen Männer, die aus Krieg und Gefangenschaft zurückkamen, reparierten und bauten wieder die ersten Orgeln:

1949 im Friederikenstift/Hannover

1950 in St. Petri/Hannover-Döhren

1951 in der Bismarckschule/Hannover

1952 in Hamburg-Uhlenhorst/Heilandskirche


Als Werkstatt diente eine Garage und die Turnhalle im Stephansstift/Hannover, um dann im "Zündhütchen", der früheren Munitionsproduktionsstätte der Firma A.Nobel in Empelde, bei Hannover, größere Arbeitsräume zu finden.


Der Wiederaufbau der ersten Orgelwerke war gekennzeichnet einerseits von äußerster Materialknappheit und andererseits von vielen verschiedenen Ansichten und Strömungen über den Bau einer neuen Orgel. Wie ein Wunder muteteten damals wie heute die ersten Orgelwerke nach 1949 an. Aus Material- und Geldmangel waren Gehäusebauten nicht realisierbar. Natürlich wehte noch der romantische Geist der 20er und 30er Jahre herüber, in denen auf einen Gehäusebau als Resonanzkörper verzichtet wurde.


Die Orgelbewegung von 1925/26 setzte aber ihren im Krieg verlorenen Weg wieder fort und orientierte sich ausschließlich an den barocken Vorbildern - jedoch nicht ohne eigene, subjektive Empfindungen mit einzubringen, z.B. in der allgemeinen Wertschätzung deutlicher bis starker Obertöne (vielchörige Mixturen, phantasievolle Obertonregister-Bezeichnungen und mehrfache Mensur-Sprünge innerhalb eines Registers), wie auch schlichte und starre Gehäuseformen ohne jeden Schmuck, weil die neue Sachlichkeit kein Ornament duldete. Die Orgelneubauten 1952-54 in der Marktkirche von Hannover und 1955 in Spenge zeigten die ersten Ansätze für konsequente Orgel-Gehäusebauten und getrennte Werkanlagne nach nordeutschen klassischen Vorbildern.


Orgelbauer Eickhoff

Nach dem Tode von Emil Hammer im Dezember 1958 übernahm dessen Großsohn Christan Eickhoff, geb am 23. Dezember 1935 in Shanghai, die Firma — die alte Firmenbezeichnung Emil Hammer Orgelbau, Hannover — blieb bestehen.

Nach den Lehr- und Wanderjahren in Hannover (Fa. E.Hammer), Zürich-Maennedorf (Fa. Th. Kuhn AG) und Kopenhagen (Fa. Axel Starup) war Christian Eickhoff 25 Jahre alt, als er 1961 mit 25 Fachkräften zunächst in der Werkstatt Empelde/bei Hannover die von seinem Großvater übertragene Firma fortführte. Noch in den Lehrlingsjahren überführte er den ganzen Betrieb von Hemmingen in einen alten Bauernhof am Kapellenweg 6.


Doch auch hier wurden die betrieblichen Abläufe beengt, so dass man sich zu einem Werkstatt- Neubau entschloss, der im Januar 1966 bezogen wurde: 10 km südlich bei Hannover in Arnum, Hoher Holzweg 14.


Im Jahr 2007 verkaufte Christian Eickhoff den Betrieb an die Orgelbaugesellschaft Reichenstein. Georg Schloetmann, seit 2004 bei Orgelbau Hammer, übernimmt die Leitung der Werkstatt.